Arbeiten Sie mit Patienten, die sich über Worte nicht (mehr) erreichen lassen?

Oder wollen Sie eine Weiterbildung organisieren für Ihre Mitarbeiter, die sich in dieser Situation befinden?

Das Training Kommunikation ohne Worte – KoW®

  • hat einen Umfang von 48 Unterrichts- bzw. 36 Zeitstunden
  • verteilt sich auf 3 mal 2 Trainingstage: Basis-, Anwender-, Experten-Training
  • Die Struktur und Methodik ist teilnehmerzentriert und praxisorientiert, integriert Präsentationen, Übungen von Mikro-Fertigkeiten, deren Einbettung in das Handlungsfeld sowie Feedback, Reflektion und Diskussion.
  • Begleitendes Lehrmaterial wird zur Verfügung gestellt.
  • Die Teilnahme am gesamten Trainingsprogramm kann zertifiziert werden.

Um Ihre Fähigkeiten zur personenzentrierten Beziehungsgestaltung im Bereich der nonverbalen Kommunikation zu trainieren, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

KoW®-Einführung

Zum Kennenlernen des Trainingsprogramms können Sie an einem 1-tägigen Einführungstraining mit praktischen Übungen teilnehmen und erste Erfahrungen in Ihr Praxisfeld mitnehmen. Dieser entspricht dem ersten Tag des Basis-Trainings.

Oder Sie besuchen einen 90-minütigen Vortrag, in welchem theoretische Hintergründe zu Inhalten des Trainingsprogramms, aber auch praktische Elemente vorgestellt werden, und die wissenschaftliche Überprüfung der Wirksamkeit dargelegt wird.

KoW®-Basis-Training

Im 2-tägigen KoW®-Basis-Training schulen Sie Ihre kommunikative Intuition. Die Körpersprache des Patienten bewusst wahrnehmen zu lernen, erweitert Ihre Möglichkeiten, sein Befinden, seine Bedürfnisse und Gefühle einzuschätzen. Die eigenen nonverbalen Möglichkeiten gezielt und sicher nutzen zu können, erweitert den Handlungsspielraum im Umgang mit dem Patienten. Das Wissen um Veränderungen in der Wahrnehmung Ihrer Patienten hilft Ihnen, gewohnte Abläufe zu überdenken.

Fallbesprechungen dienen der individuellen Anwendung des Gelernten und eröffnen neue Möglichkeiten der Interaktion.

Ziel des Basis-Trainings ist, mühelos einen für beide Seiten befriedigenden Kontakt aufzubauen und schwierige Situationen zu meistern.

Nach Abschluss erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung. Diese ist Voraussetzung für den Besuch des das nachfolgenden Levels.

Dauer: 2 Tage (16 UST)

Modul I: Grundlagen des nonverbalen Dialogs

  • Verbale Kommunikationsdefizite und deren Auswirkungen
  • Dialogisches Prinzip
  • Stimmklang in der Patientenansprache
  • Mimikerkennung: Emotionen und Schmerz
  • Gestik: Visualisierung von Informationen
  • Blickverhalten bei Reaktionseinschränkungen

Modul II: Patientengerechte und ressourcenorientierte Interaktion

  • Berührung zur Kontaktaufnahme: Orte und Qualitäten
  • Körperorientierung: Kohärenz in Zu- und Abwendung
  • Wahrnehmung: Verarbeitung und Beurteilungsfehler
  • Reizverarbeitungsstörungen
  • Sensorische Koordination bei der Kontakt- und Alltagsgestaltung

KoW®-Anwender-Training

Im 2-tägigen KoW®-Anwender-Training werden wirksame nonverbale Interaktionsmöglichkeiten erlernt. Dazu zählen zum einen die modale wie intermodale Synchronisation für schnellen Kontaktaufbau und eine breite Palette der Beziehungsgestaltung auch im Umgang mit schwer erreichbaren Patienten. Die Alternation bietet Möglichkeiten, Patienten beziehungsorientiert zu führen und Ziele partnerschaftlich zu erreichen.

Sie lernen, auch bei schwer eingeschränkten Patienten feinste Signale von Stress, aber auch von Wohlbefinden einzuschätzen und regulierend sowie beziehungserhaltend damit umzugehen. Dadurch können Sie seitens des Patienten Überforderung und Kontaktabbruch vermeiden und erkennen seine Resonanz auf Ihr Handeln.

Nach Abschluss erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung. Diese ist Voraussetzung für den Besuch des das nachfolgenden Levels.

Dauer: 2 Tage (16 UST)
Voraussetzung: KoW®-Basis-Training

Modul III: Nonverbaler Beziehungsaufbau durch Synchronisation

  • Nonverbaler Beziehungsaufbau
  • Modale und intermodale Synchronisation als Interaktionsprinzip
  • Körperhaltung im Kontaktaufbau
  • Verhaltensbeobachtung und -analyse
  • Nonverbaler Umgang mit stereotypen Verhaltensweisen (Intermodale Synchronisation)
  • Nonverbale Patientenführung: von Synchronisation zu Alternation

Modul IV: Interaktion mit kommunikativ stark eingeschränkten Personen

  • Räumliche Zonen im Kontakt
  • Subtile Signale von Zu- und Abwendung
  • Regulation von Nähe und Distanz im nonverbalen Dialog
  • Ganzkörperliche Schmerzzeichen
  • Nonverbaler Dialog: Die Hände in Interaktion
  • Basale Wahrnehmungsbereiche von stark eingeschränkten Menschen
  • Atembasierte dialogische Begleitung

KoW®-Experten-Training

Im 2-tägigen KoW®-Experten-Training werden komplexe alltagsnahe Aufgaben mit dem Patienten fokussiert. Dafür werden die im Basis- und Anwender-Training erworbenen Mikro-Fertigkeiten kombiniert und koordiniert.

Sie lernen, den Patienten affektiv zu erreichen und so auch bei negativer Emotion eine positive Beziehungserfahrung zu machen. Selbst bei Patienten, deren sprachlichen Fähigkeiten deutlich eingeschränkt sind, können sie den Kontakt über die geteilte Ebene des Stimmklangs aufrechterhalten. Über multimodales Verdichten lernen Sie, nonverbal geäußerte Bedürfnisse schrittweise zu entschlüsseln. Über Triangulation wird selbst in komplexen Handlungen die Beteiligung des Patienten gefördert sowie Über- bzw. Unterforderung vermieden. Dadurch erleben beide Seiten im kommunikativen und handelnden Miteinander leichteres Gelingen.

Nach Abschluss haben Sie die Möglichkeit, das Zertifikat KoW®-Experte zu erhalten. Bitte informieren Sie sich über die Bedingungen.

Dauer: 2 Tage (16 UST)
Voraussetzung: KoW®-Anwender-Training

Modul V: Die Stimme im Dialog mit dem Patienten

  • Verbale Kommunikation bei kognitiver Beeinträchtigung
  • Einschätzung des verbalen Funktionsniveaus
  • Affekt und Klangparameter
  • Affektabstimmung im Stimmklang
  • Kommunikativer Umgang mit Vokalisierungen
  • Sprachlich-klangliche Antwort auf mimischen Emotionsausdruck

Modul VI: Koordinierte Gestaltung von komplexen Interaktionen

  • Effektive Informationsübermittlung durch nonverbale Eindeutigkeit
  • Prozesshaftes Erfassen nonverbaler Bedürfnisäußerung
  • Geteilte Aufmerksamkeit / Triangulation als Interaktionsprinzip
  • Koordination komplexer Objekt-Interaktionen
  • Aufmerksamkeitslenkende, strukturierende und abstimmende Handlungsweisen