ūüĎ•ūüí≠ Moment der Begegnung – ein pers√∂nliches Erlebnis im Hospiz:

Die Freiheit des Geistes Wie verloren sitzt sie auf ihrem Bett, schaut vor sich hin.

‚ÄěDer Raum meiner M√∂glichkeiten wird immer kleiner, ich habe keine Kraft mehr. Und jeder Tag ist irgendwie gleich. Ich will mich aber nicht ablenken und bel√ľgen, sondern der Wirklichkeit in die Augen schauen.‚Äú Ja, was ist denn die Wirklichkeit? Nur der dominierende, kranke K√∂rper? Was ist mit ihrem Geist, ihren Gedanken, Erinnerungen, ihrer Vorstellungskraft?

Und dann kommen wir doch ins Gespr√§ch, sie entdeckt, was sie gepr√§gt hat, was ihr wichtig war, was sie gew√§hlt hat. Findet ihre Identit√§t wieder, die weit hinausreicht √ľber das Jetzt und dieses erweitert. Der Spielraum ihres Geistes ist nicht geschrumpft, im Gegenteil, er hat eine neue Dimension der Tiefe dazugewonnen. Wie sie das Gespr√§ch genie√üt! Sogar die Luftknappheit spielt gerade keine Rolle mehr. Die Facetten der Identit√§t beleben durch gemeinsam reflektierte Erinnerungen, einen geistigen Lebensraum er√∂ffnen, der jenseits von Krankheit immer da ist- das schafft Lebensqualit√§t.